3. April 2009
Wenn Sie selbst in den Genuß gekommen sind, ein eigenes Haustier zu haben, so kennen Sie sicherlich die Freuden, die ein solches Tier mit sich bringt.
Da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, geschah das Großwerden mit Hühnern, Kaninchen, Hund, Katzen und Zwergziegen. An viele der tierischen Freunde erinnere ich mich noch gerne, sie hatten alle ihre eigenen Charaktere.
Besonders in Erinnerung sind mir zwei Erlebnisse, die zeigen, wie mitfühlend Tiere sind. Ich möchte Ihnen diese beiden Geschichten gerne erzählen. Mein Ziel ist es, Sie damit zu berühren und Ihre Augen und Ihr Herz für unsere Tiere zu öffnen. Sie haben es verdient.
Die erste Geschichte handelt von einer Katze. Ich holte sie mit den anderen drei Geschwisterkätzchen von einem Bauernhof ab, wo sie erschlagen werden sollten. Ich wollte ihnen auf Vaters Hof eine Chance geben. Leider kam es, dass ein Kätzchen durch eine große Maschine am Rücken verletzt wurde. Es war klar, dass das Kätzchen sterben mußte. Die Erschütterungen der Fahrt zum Tierarzt zum Einschläfern wollte ich ihm jedoch ersparen, so legte ich es sanft in ein gepolstertes Körbchen und legte es an einen Platz, den ich intuitiv wählte. Wenige Augenblicke später kam ein Geschwisterkätzchen vorbei, setzte sich hinter das verletzte Kätzchen und – fast wie ein Mensch – legte das Vorderpfötchen wie einen Arm um die Schultern des sterbenden Geschwisterchens. Als ich wieder nach dem Kätzchen sah, lag es alleine still in seinem Körbchen. Fast ärgerte ich mich über das Geschwisterchen, das einfach fortgegangen war. Doch als ich nachsah, bemerkte ich, dass das Kätzchen gestorben war. Hatte das gesunde Kätzchen es getröstet?
Bei der zweiten Geschichte geht es auch ums Sterben – vielleicht werden gerade bei diesem Prozeß viele Dinge deutlich. Es war noch zu meiner Kinderzeit, als ich zwei Ziegenböcke und Kaninchen besaß. Die Kaninchen liefen frei herum. Eines Tages war ich verwundert, denn der prächtigste Ziegenbock mit seinem langen Bart lag zu ungewöhnlicher Tageszeit ganz ruhig – unter seinem Kinn, vom Bart gewärmt, lag eingekuschelt ein Kaninchen. Am nächsten Tag war es tot. Niemals vorher oder nachher hat sich das wiederholt. Haben Tiere einen siebten Sinn für die Bedürfnisse der anderen Tiere?
Welche Erfahrungen haben Sie dazu gemacht, haben Sie bereits ähnliches erlebt? Mich würde Ihre Geschichte interessieren, wenn Sie Lust dazu haben, schreiben Sie sie mir!
13. Juni 2008
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Vor der EM war der Milchstreik in den Medien aktuell. Er wurde vom BDM (Bund deutscher Milchviehhalter) organisiert. Zehn Tage lang hatten viele Landwirte die Milch ihren Tieren gefüttert beziehungsweise weggeschüttet, um damit auf die niedrigen Preise aufmerksam zu machen, die sie für ihre Milch erhalten.
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Der Sprecher des Einzelhandelverbands HDE, Hubertus Pellengahr, hatte laut einer Zeitung den Milchstreik mit folgenden Worten kritisiert: ”Milch wegzukippen, während Menschen hungern, ist ein Frevel und eine Riesensauerei. Der hohe Wert dieser Ware wird mit Füßen getreten”.
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Wenn man der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) oder der Werbung glauben will, hat Milch tatsächlich einen unermeßlich hohen Wert.
In den Ernährungsregeln der DGE oder in der Werbung wird Milch als wertvolles Produkt vermittelt. Milch stärke die Zähne und Knochen unserer Kinder, beuge Osteoporose vor usw. Auch Snacks für Kinder werden unter dem Vorwand, besonders viel Milch zu enthalten, als besonders hochwertig angepriesen und verkauft.
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Als die Verbraucher sich von höheren Milchpreisen oder sogar von einem Milchmangel bedroht sahen, reagierten sie teilweise mit Hamsterkäufen – um nicht Gefahr zu laufen, auf das wertvolle Produkt verzichten zu müssen (wer weiß denn schon, dass man die Milch beim Bauern bekommen kann und nicht nur im Supermarkt) oder es teurer einkaufen zu müssen.
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Doch wenn die Milch einen so hohen Wert hat, wie Herr Pellengahr selbst zugibt – warum weigert man sich, den Landwirten einen entsprechenden Preis für die Milch zu bezahlen?
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Meine Meinung ist: Wenn man nicht genug für die Milch bezahlt, dann tritt man sie mit Füßen.
Nicht nur die Milch soll geschätzt werden, sondern auch die Arbeit und Energie, die dahinter steckt, muss geachtet werden. Die Landwirte, die jahraus, jahrein frühmorgens aufstehen, ihre Tiere füttern, melken, versorgen.
Könnten Sie sich vorstellen, jeden Tag, einschließlich Weihnachten, Neujahr, etc. morgens in Arbeitskleidung zu schlüpfen und diese Arbeit zu tun?
Ihre Freizeitaktivitäten nach den Bedürfnissen Ihrer Tiere auszurichten?
Als Hochzeitsgast die Feier am Nachmittag für einige Stunden zu verlassen, um Ihre Stallarbeit zu erledigen?
Eventuell mehrmals täglich bei einem kranken Kälbchen vorbeizusehen, um Gesundheitszustand und Wohlbefinden zu kontrollieren?
Schätzen wir eigentlich die Kühe, die wirtschaftlich ihre Lebensaufgabe darin haben, Milch für uns zu produzieren? Jährlich ein Kälblein gebären, damit sie Milch geben können und aus betriebswirtschaftlichen Gründen geschlachtet werden, wenn Fruchtbarkeit und Milchleistung nachlassen?
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Nun ist der Milchstreik vorbei - die Landwirte bekommen noch nicht mehr Geld für ihr Produkt. Doch ein Inhaber einer mir bekannten Eisdiele erhöhte den Preis für eine Kugel Eis von 70 ct auf 80 ct mit der Begründung: da die Bauern mehr Geld für die Milch wollen, sei der Rohstoff Milch so teuer, daher müsse er mehr fürs Eis verlangen.
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Laut Umfragen seien die Verbraucher bereit, mehr für die Grundnahrungsmittel zu bezahlen, wenn der Mehrpreis an den Landwirt ausgezahlt wird. Im Falle dieser Eisdiele zeigt sich, dass der Milchstreik von manchen Geschäftsleuten mißbraucht wird, um vom Verbraucher höhere Preise zu kassieren.
Der Zwischenhandel reibt sich die Hände – Erzeuger und Verbraucher haben das Nachsehen.
Wenn offen kommuniziert wird, sind mehr Gerechtigkeit für Landwirte und Verbraucher möglich.
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Bildquelle: http://www.pixelio.de/details.php?image_id=54206&mode=search
2. August 2007
Letzten Sonntag hörte ich auf Antenne Bayern eine Geschichte über eine Katze, die ich gerne weitergeben möchte, da sie mich selbst sehr tief berührt hat:
In einem Hospital in USA lebt ein schwarzer Kater. Normalerweise ist er reserviert und nicht verschmust. Doch das Personal hat etwas äußerst Interessantes beobachtet. Der Kat
er legt sich einige Stunden, bevor jemand stirbt, auf dessen Bett. Dann läßt er sich auch von dem Betroffenen streicheln. Nachdem der Kater auf diese Weise bereits 25 mal ( ! ) den bevorstehenden Tod eines Menschen anzeigte, werden mittlerweile die Angehörigen gerufen, wenn er sich wieder bei einem Patient auf das Bett legt.
Ich war sehr berührt von der Geschichte. Der Moderator befragte einen Mann, warum die Katze sich so verhält. Der Mann meinte, dass der Kater eben den veränderten Geruch des Sterbenden wahrnimmt.
Wie denken Sie darüber? Ihre Meinung würde mich interessieren!
Meine Meinung: Dass der Kater den Geruch wahrnimmt, ist noch kein Grund, sich auf das Bett zu legen. Er könnte ja auch davon laufen, statt Trost zu spenden oder dafür zu sorgen, dass die Angehörigen sich noch rechtzeitig von dem Familienmitglied verabschieden können. Für mich steht ein tieferer Sinn dahinter. Wie dem auch sei, dieses Beispiel zeigt, wie viel die Tiere für uns tun.
Können Sie noch mehr für Ihre Tiere tun?
31. Juli 2007
Haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, dass Ihre Mieze an dem Tag, an dem es zum Tierarzt gehen soll, nicht wie gewohnt erscheint sondern sich versteckt? Hat man sie erst mal im Transportkorb, so ist es oft leidvoll mit anzusehen, wie sich eine Katze beim Transport und im Wartezimmer ängstigt.
Was kann man hier tun? Manche Tierbesitzer bestellen mich aus diesem Grund zu sich nach Hause. Doch es ist nicht immer für den Behandler möglich, Ihr Tier bei Ihnen zu Hause zu besuchen. Das ist zum Beispiel bei Operationen der Fall, diese müssen natürlich in der Tierarztpraxis durchgeführt werden.
- Üblicherweise ist der Katzenkorb verräumt, die Katze weiß: Wenn der Katzenkorb in Sichtweite kommt, dann steht eine Fahrt zum Tierarzt an! Damit sich die Katze nicht vor dem Katzenkorb an sich fürchtet, kann man den Korb hin und wieder einfach so stehen lassen, damit die Katze darin schläft oder spielt. Sinnvoll ist es auch, die Katze darin zu füttern. So werden angenehme Empfindungen mit dem Katzenkorb abgespeichert.
foto www.pixelio.de
- Wenn das Tier transportiert werden muss, ist es für beide Seiten sehr hilfreich, wenn man einige Tropfen Bachblüten Rescue Tropfen in einem Glas Wasser verdünnt und davon mit einer Spritze etwas Wasser entnimmt. Davon gibt man der Katze einige Tropfen in den Mund.
Diese Notfalltropfen helfen der Mieze, besser mit der unangenehmen Situation klar zu kommen. Das trifft auch für den Fahrer zu, nachdem die Bachblüten Tropfen für Mensch und Tier gleichermaßen geeignet sind, können Sie auch einige Tropfen nehmen.
- Katzen hassen Alkohol, daher bitte unbedingt die Tropfen verdünnen.
- Selbstverständlich ist eine defensive Fahrweise
- es entspannt Sie und die Katze, wenn Sie ein Lied summen – Text und Melodie sind dabei egal
- Legen Sie die Termine möglichst so, dass Wartezeiten vermieden werden. Ihre Katze möchte sich nicht mit den verschiedenen Tieren und Tiergerüchen im engen Wartezimmer auseinandersetzen.
Mit diesen Tipps sollte die Fahrt in die Praxis für Sie und Ihre Katze leicht werden.
24. Juli 2007
Kürzlich hörte ich im Radio, dass jährlich 3300 Menschen in Deutschland durch Passivrauchen sterben.

Leider kann sich nicht jeder davor schützen, dieses Gift einzuatmen. Denken wir dabei besonders an die Kinder, auch die Ungeborenen. Sie sind den Verhaltensweisen und Entscheidungen der Erwachsenen oft hilflos ausgeliefert und müssen mit den dadurch entstehenden Schäden zurechtkommen.
Wie man sieht, kommen eben 3300 Menschen nicht damit zurecht. Nicht zu vergessen die vielen tausend Menschen, welche nicht sterben, doch trotzdem Schaden nehmen.
Haben Sie in diesem Zusammenhang schon mal an ihre Haustiere gedacht?
Den Fischen wird es wohl weniger ausmachen, doch Hunde und Katzen müssen den Rauch einatmen. Besonders gefährdet sind die Vögel. Sie sind besonders anfällig für vergiftete Luft und können sich nicht einmal im Raum bewegen, wenn sie in den Käfig gesperrt sind.
Mit diesem Artikel möchte ich Ihnen keinesfalls den Genuß Ihrer Zigarette schmälern. Doch vielleicht kann es eine Anregung sein, den Aufenthaltsraum der Tiere (auch das Auto, wenn der Hund mitfährt) möglichst rauchfrei zu halten.
Ihre Lieblinge werden es Ihnen mit besserer Gesundheit und längerer Lebensdauer danken!
Bild: www.pixelio.de
18. April 2007
Vor einiger Zeit häuften sich in meiner Praxis Fälle von unheilbar kranken Tieren. Einige wurden in ihren letzten Stunden gebracht, ein Häschen starb sozusagen bei der Untersuchung. Am Anfang meiner Ausbildung zur Tierhomöopathin haderte ich mit der Entscheidung, nicht mehr Tiermedizin studiert zu haben. Nur als Tierärztin wäre es mir erlaubt, Tiere auch einschläfern zu dürfen. Nun bin ich froh, dass ich eben das nicht darf. Denn vielleicht hätte ich mich sonst nie soweit auf die Gefühlswelt der Tiere und der Tierbesitzer eingelassen.
Die Sterbebegleitung für eine Katze hat mich besonders geprägt: Bereits bei der Anamese (Befragung der Tierbesitzerin) wußte ich, dass es nur noch um Sterbebegleitung geht. Die Katze verweigerte bereits sieben Wochen jegliches Futter und sogar Wasser. Ich war sehr überrascht, dass sie noch leben konnte. Sie war bereits sehr alt und krank. Im Gespräch mit der Besitzerin stellte ich fest, dass eine sehr enge Verbindung zwischen den beiden vorhanden war. Zwei Tage lang begleitete ich die beiden mit Homöopathie und Gesprächen. Am Faschingsdienstag, fünf Uhr morgens, klingelte das Telefon. Die Besitzerin der Katze war besorgt. Nach der Beschreibung von Lillis Zustand mußte ich ehrlichkeitshalber die junge Frau mit der Wahrheit konfrontieren: Lilli geht jetzt. Etwa eine Stunde später sah ich in einem traumähnlichen Zustand, wie die Katze aus ihrem Körper ging, behütet und begleitet von einem Engel, der bei ihrem Körper wachte. Später erfuhr ich, dass genau zu der Zeit Lilli gestorben war. Die Besitzerin bedankte sich bei mir für die Begleitung. Doch ich bin zutiefst froh für diese Erfahrung, und dass ich ein wenig trösten konnte.
Für mich steht fest: Für Tiere ist sterben leichter als für Menschen, da Menschen an den materiellen Besitztümern haften. Außerdem lebt ein Tier in der Gegenwart und macht sich weniger Sorgen um Zukunft etc, so wie wir Menschen das gewöhnt sind. Wichtig finde ich in der Tier-Mensch Beziehung, dass der Mensch das Tier frei läßt. Die Bande zwischen Mensch und Tier können sehr eng sein. Oft kann ein Tier nicht sterben, weil die Besitzer die Tiere nicht loslassen. Sie haben Angst, etwas zu verlieren. Oder sie haben Angst um das Tier. Meine Meinung ist: Lassen Sie los. Lassen Sie dem Tier die freie Wahl. Heilung kann eben auch Tod bedeuten. Und Tod ist nur der Durchgang zu einem anderen Existenzzustand. Mit unseren Augen können wir die Tiere dann nicht mehr sehen, wir können nicht mehr kontrollieren, was mit unserem Schützling geschieht… Aber glauben Sie mir: Nach meiner Erfahrung bin ich felsenfest davon überzeugt, dass Tiere ebenso wie wir Menschen von höheren Wesen begleitet werden. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Tier immer in besten Händen ist.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wundervolle Erfahrungen
Monika Stangl