Homöopathie

Homöopathie und Homöopathie sind zweierlei – Serie Teil 3

Homöopathie Beispielbild Homöopathika

Homöopathie Beispielbild Homöopathika

Homöopathie und Homöopathie sind zweierlei.

Dieser Artikel ist Teil 2 der Serie „Homöopathie – glauben Sie zu wissen, was das ist?“.  Im Einführungsartikel habe ich die einzelnen Beiträge kurz vorgestellt. In Teil 1 schrieb ich über andere Naturheilverfahren, weil Homöopathie oft mit allen anderen Naturheilverfahren in einen Topf geworfen und damit verwechselt wird. In diesem Artikel, Teil 2 der Serie, möchte ich verschiedene Ansätze der Homöopathie beschreiben.

Es gibt verschiedene Arten, die Homöopathie anzuwenden.

Jede dieser Arten wird unterschiedlich eingesetzt und erfordert eine unterschiedlich tiefgreifende oder oberflächlichere Ausbildung. Warum ich Klarheit diesbezüglich schaffen möchte? Vor einigen Jahren fuhr ich auf Fortbildung zu meinem Lehrer. Im Dorf fragte ich einen Bauern nach dem richtigen Haus. Dabei sprachen wir kurz über Homöopathie. Sein Kommentar beim Wort Homöopathie war: „Ach, das hab ich auch schon ausprobiert, das bringt nichts!“.  Ich finde es schade, dass wegen (s)einer unzufriedenstellenden Erfahrung seine Milchkühe und Kälber keine homöopathische Behandlung haben können.

Wie kann es dazu kommen, dass jemand sich nach einer unzufriedenstellenden Erfahrung mit Homöopathie nicht mehr dafür öffnet? Ich denke, es liegt daran, dass zuwenig bekannt ist, dass es verschiedene Anwendungsarten der Homöopathie gibt. Dieser Landwirt hat es entweder selber ausprobiert, ohne ausreichend geschult worden zu sein, oder der Therapeut war nicht ausreichend ausgebildet.

homöopathische Komplexmittel

Homöopathische Komplexmittel werden nicht nach den Regeln der klassischen Homöopathie hergestellt, in einer Arzneimittelprüfung geprüft oder dem entsprechend eingesetzt. Homöopathische Komplexmittel werden symptomenbezogen nach dem schulmedizinischen, allopathischen Ansatz angewendet.

D.h. es wird das Symptom behandelt, nicht die tieferliegende körperliche Ursache, geschweige denn der Patient als Ganzes (Körper, Geist und Seele).

Für ein Symptom wird eine Mischung von homöopathischen Arzneien eingesetzt. Ziel ist, das Symptom zu bekämpfen.

Komplexmittel gibt es z.B. von Heel, Wala, DHU.

Besonders bekannt und beliebt ist Traumeel. Traumeel lindert die Beschwerden von körperlichen Traumen. Blaue Flecke, Schmerzen durch Quetschung oder Sturz, Akute Probleme bei degenerativen Gelenkserkrankungen lassen sich super damit behandeln.  Behandeln im Sinne von: die Symptome werden weniger.

Wenn der Patient tollpatschig ist und sich dadurch immer wieder verletzt, oder wenn der Patient zu Blutergüssen neigt, wenn er sich nur ein bisschen anschlägt, so wird das nicht behandelt. Es wird der Bluterguss an sich behandelt, wenn er da ist bzw. rechtzeitig verabreicht hilft es, dass sich kaum ein Bluterguss entwickelt.

Traumeel ist schon mal eine gute Möglichkeit, um den Menschen bei der Behandlung von leichten Verletzungen eine Alternative zur allopathischen Medikation zu aufzuzeigen.

Daneben gibt es noch Komplexmittel für Blasenentzündung, Schwindel, Magen-Darm-Störungen etc.

Homöopathische Komplexmittel sind meist sehr niedrig potenziert und wirken eher körperlich, z.B. zum Entsäuern und Ausleiten.

Hinweis: Wenn Sie in klassisch homöopathischer Behandlung sind, nehmen Sie bitte niemals ein Komplexmittel ein. Es könnte den dynamischen Prozess der Klassisch homöopathischen Therapie stören. Einem klassisch homöopathisch arbeitenden Therapeut sind die Komplexmittel meist ein Graus, weil sie nicht nach dem klassischen Prinzip wirken und eingesetzt werden können. Mehr zu den Hintergründen erläutere ich in späteren Beiträgen…

 

homöopathische Einzelmittel, bewährte Indikation

Die Frage, die mir oft gestellt wird, lautet: Ich habe folgende Erkrankung, was hilft denn da?

Dies zeigt, dass die Homöopathie sehr oft als harmlosere Alternative zur Allopathie gesehen wird.

Nach dem Motto: „Ein Blutverdünner ist mir zu unsympathisch, für die Blutverdünnung nehme ich lieber Ginseng-Globuli“. Oder: „Heparinsalbe ist mir zu unsympatisch, um den Bluterguss loszuwerden, verwende ich lieber Arnica“. Oder: „Ich möchte meinem Kind keinen Hustensaft geben, für den Husten gebe ich ihm besser Sticta.“

Auch bei der bewährten Indikation wird nicht der Patient im Ganzen behandelt, sondern das Symptom.

Wenn der Patient nicht in klassisch homöopathischer Behandlung ist, kann die bewährte Indikation eine super Möglichkeit sein, dem Patient die Beschwerden zu lindern oder ganz wegzunehmen, ohne dem Körper die Nebenwirkungen eines allopathischen Medikaments anzutun.

Bewährte Indikation heisst es, weil es sich in der Praxis bewährt hat, bei bestimmten Symptomen ein bestimmtes homöopathisches Mittel zu geben.

Das beste Beispiel hierfür ist Arnica. Welche Mutter hat noch nie Arnica verabreicht, wenn das Kind gestürzt ist? Ich kenne kaum eine :-). Trotzdem soll man zuerst dem Körper die Chance lassen, aus eigenen Mitteln und ohne äussere Hilfe mit seinen Problemen fertig zu werden. Erst wenn es zu weh tut, zu sehr blutet etc. sollte man eine homöopathische Arznei geben.

Im Prinzip wirkt Arnica ähnlich wie Traumeel, mit den selben Auswirkungen auf Blutergüsse etc. und die dauerhafte Gesundheit. Diese verbessert sich dadurch nämlich ebenfalls nicht. Das aktuelle Problem kann durch bewährte Indikation gut behandelt werden, der ungeschickte Tollpatsch, der sich leicht verletzt, bleibt weiterhin ein ungeschickter Tollpatsch.

Um die Ungeschicklichkeit abzubauen, kann man klassisch homöopathisch behandeln, mit einer Arznei, die Körper, Geist und Seele mit einbezieht.

Bei Homöopathischen Arzneien werden keine Indikationen auf der Packung angeben. Bewährte Indikationen sind eher Erfahrungswerte:

Hypericum bei Nervenschmerzen oder Abschürfungen. Bewährt hat sich Hypericum, um die beleidigten Nerven nach einer Liquorpunktion wieder zu beruhigen.

Staphisagria bei Schnittwunden. Die Schnittwunde heilt schneller und die Narbe wird nicht so ausgeprägt.

Apis, das Gift der Honigbiene, kann die Beschwerden durch Bienenstich schnell lindern.

Nux vomica bei Vergiftungen oder bei Folgen von Völlerei. Als erste Hilfe Massnahme ist Nux vomica hier gerechtfertigt. Wenn Sie in den Stall kommen und sehen, dass Ihr Pony die Futtertonne geplündert hat, heisst es sofort, den Tierarzt zu rufen. Als erste Hilfe Maßnahme ist Nux vomica passend, denn es hilft erstmal die Folgen der Völlerei zu lindern. Bauchschmerzen, Kolik, Übelkeit können gelindert werden. Im günstigsten Falle hat der Tierarzt nichts anderes mehr zu tun als nach der Untersuchung die Gesundheit des Pferdes zu bestätigen. Damit meine ich nicht, dass es reicht, einem Pferd Nux vomica zu geben, wenn es sich überfressen hat!

 

Klassische Homöopathie

Wenn ich gefragt werde: „Monika, hast du einen Tipp für mich, welches homöopathische Mittel soll ich wegen der Erkrankung xy nehmen?“ so lautet meine Anwort: „Das kann ich nicht sagen. Denn ich behandle nicht die Erkrankung, sondern den Mensch oder das Tier, das die Erkrankung hat. Dazu muss ich mehr über den Betreffenden wissen.“

Die klassische Homöopathie umfasst Körper, Geisteskraft und Gemütszustand des Patienten. Durch die Schule der Tierhomöopathie und meine Erfahrungen in der Tierpraxis habe ich bemerkt, dass zwischen den Menschen und Tieren kein so grosser Unterschied ist, wie in der Gesellschaft oft vermittelt wird. Beschwerden durch Verlust von geliebten Personen kommt bei Tieren genauso vor und wird ebenso durch Homöopathie bearbeitet wie beim Mensch.

In der klassischen Homöopathie arbeitet man nach dem Ähnlichkeitsprinzip.

Ähnliches mit Ähnlichem heilen = similia similibus currentur

D.h. es wird eine Arznei gewählt, die beim Gesunden das auslösen kann, was man beim Kranken heilen will. Das ist schon mal ein ganz anderer Ansatz als in der Allopathie.

Durch die Verbindung von Körper, Geist und Seele kann man mehr die Ursachen der Symptome erfassen und aushebeln. Dadurch können mit der klassischen Homöopathie nach Hahnemann sehr häufig schulmedizinisch austherapierte Fälle Heilung erfahren. Denn viele Probleme basieren auf einer psychischen Ebene. Ein Beispiel: Von der Schulmedizin erfahren die meisten der Bluthochdruckpatienten, dass ihr Bluthochdruck keine erkennbare Ursache hat. Arterienverengung etc. wurde ausgeschlossen. Woran könnte es noch liegen? Und vor allem, was ändert sich in der schulmedizinischen Behandlung, wenn der Arzt weiss, dass der Bluthochdruck seit einem grossen Ärgernis oder grossem Kummer auftrat? Für die schulmedizinische Behandlung ändert sich nichts. Denn es wird der Blutdruck behandelt, nicht der Mensch mit dem hohen Blutdruck. Der Blutdruck wird gesenkt mit Entwässerungstabletten, Beta-Blockern usw.  Die Dosis muss meist immer mehr gesteigert werden.

Wie sieht das in der klassisch homöopathischen Behandlung aus?

Der Therapeut lässt sich ausgiebig über das Seelenleben des Patienten erzählen. Dabei wird er erfahren, dass der Blutdruck auftrat, nachdem eine seelische Erschütterung, z.B. Kummer erlebt wurde. Ganz vereinfacht gesagt wählt der klassisch homöopathisch arbeitende Therapeut eine Arznei, die „Blutdruck durch Kummer“ beheben kann.

Was wird passieren?

Der Blutdruck wird sinken. Der Patient wird nicht auf eine lebenslange Einnahme von Arzneien angewiesen sein.

 

Fazit:

es gibt verschiedene Arten, Homöopathie anzuwenden. Für kleine Wehwehchen sind kurzfristig Anwendungen nach bewährter Indikation sinnvoll. Um tiefergreifende oder chronische Krankheiten dauerhaft zu heilen oder zu lindern, empfiehlt sich eine klassisch homöopathische Behandlung.

Mehr zur klassischen Homöopathie erfahren Sie in den noch folgenden Artikeln.

Teil 1: Einführungsartikel: Homöopathie- Glauben Sie zu wissen, was das ist?

Teil 2: Was Homöopathie nicht ist

Teil 3: Homöopathie und Homöopathie sind zweierlei

Teil 4: Hahnemann und die Klassische Homöopathie

 

Echinacea stärkt das Immunsystem

Homöopathie ist nicht…Phytotherapie – Serie Teil 2

EchinaceaDies ist Artikel 1 der Serie Homöopathie – glauben Sie zu wissen, was das ist?

Diese Serie besteht aus folgenden Artikeln:

Teil 1: Einführungsartikel Homöopathie – glauben Sie zu wissen, was das ist?

Teil 2: Homöopathie ist nicht … Phytotherapie

Teil 3: Homöopathie und Homöopathie sind zweierlei

Teil 4: Hahnemann und die Klassische Homöopathie

Was ist Homöopathie und was ist nicht Homöopathie?

Homöopathie ist nicht… Bachblütentherapie oder Phytotherapie

Nicht jedes Naturheilverfahren ist Homöopathie, sondern Homöopathie ist eine Untergruppe der Naturheilverfahren. Weitere Naturheilverfahren sind die Traditionelle Chinesische Medizin, die Ayurvedische Medizin, Bachblütentherapie, die Phytotherapie, physikalische Therapien wie Massagen, Blutegeltherapie usw. Die Liste der Naturheilverfahren ist sehr, sehr lang. Ich möchte die Verfahren beschreiben, die am meisten mit der Homöopathie verwechselt werden.

Bachblütentherapie

Die Bachblütentherapie wird mit der Homöopathie verwechselt, weil jede dieser Therapieformen Zuckerkügelchen = Globuli als Trägerstoff verwenden kann.  Das ist dann schon die einzige Gemeinsamkeit. Die Bachblütentherapie ist noch jung. Der britische Arzt Edward Bach entwickelte diese Methode vor knapp 100 Jahren. Eingesetzt werden Bachblüten vor allem bei seelischen Problemen wie Kummer, Angst oder Aggressivität. Mittlerweile gibt es verschiedene Blütentherapien, nicht nur die Bachblütentherapie. Neu sind die Buschblüten aus Australien. Besonders interessant, weil ganz regional entstanden sind die SeelenBlüten von Annette Knell.

Wie die Homöopathie sind die Blütentherapien nicht wissenschaftlich anerkannt. Doch das tut der Wirkung keinen Abbruch. Gerade in der Verhaltenskunde bei Katzen erzielen die Bachblüten oft schnelle Wirkung. Wenn einem Tier körperlich nichts fehlt, sondern nur auf der psychischen Ebene, so empfehle ich immer die Bachblütentherapie. Sie ist nicht so aufwendig und daher günstiger. Bei reinen psychischen Problemen kann diese Therapieform ausreichen. Beim Pfötchen Team können Sie in solchen Fällen um Hilfe für Ihre Katzen anfragen.

 

Phytotherapie

Phytotherapie ist die Behandlung mit Pflanzen. Phytotherapie wird mit Homöopathie verwechselt, weil viele Menschen glauben, dass Homöopathie aus Pflanzen hergestellt wird. Das stimmt zum Teil, denn homöopathische Arzneien werden tatsächlich aus Pflanzen hergestellt, aber eben nicht nur.

Beim Mensch wäre ein Beispiel für Phytotherapie die Behandlung mit Rosskastanie bei Krampfadern. Beim Tier wäre ein Beispiel das Zufüttern von Weissdornblättern bei Herzschwäche. Sogar bei der Pflanze kann Phytotherapie angewendet werden. Das Übergiessen der Pflanzen mit Brennesselsud hat meine Mutter in ihrem Garten gegen Läusebefall angewendet. Pflanzen verwendet man in der Phytotherapie vor allem als Auszug, Tee oder Tinktur. Phytotherapie wurde schon lange vor dem Mittelalter angewendet. Leider wurden viele lehrreiche Informationen und wissende Köpfchen im Mittelalter verbrannt. Derzeit wird die Phytotherapie wieder entdeckt.

Neben Weissdorn als Blätter oder Tinktur bei Herzschwäche werden Kräuter in der Tierheilpraxis verwendet, um das Austreiben der Würmer zu fördern. Gute Erfahrungen habe ich hierbei mit Verm-x gemacht. Die Wurmkräuter von Pernaturam werden gerade bei den Pferden getestet. Ideal finde ich das Ansäen von wurmtreibenden Kräutern auf der Pferdeweide.

Manchmal kommt die Phytotherapie in meiner Praxis zum Reinigen von Wunden zum Einsatz. Man benötigt dazu Calendula-urtinktur. Calendula ist die Ringelblume. Sie wird mindestens 1:10 mit abgekochtem Wasser, stillem Mineralwasser oder NaCl-Lösung (je nach dem, was für Sie zur Verfügung steht) verdünnt. Diese Verdünnung wird auf eiternde Wunden aufgetragen. Dabei habe ich die Beobachtung gemacht, dass der mechanische Reiz die Haut irritiert, wenn die Lösung mit einem Wattebausch aufgetragen wird. Besser finde ich es, wenn man die Calendulalösung in einem Glas anmischt und daraus die Lösung mit einer Spritze entnimmt. Dann kann man mit der Spritze (ohne Nadel!) die Wunde spülen, ohne mit der Spritze die Haut zu berühren. Calendula desinfiziert und fördert die Wundheilung. Im Vergleich mit Betaisodona hat in meiner Praxis immer Calendula haushoch gewonnen. Häufig im Einsatz ist diese Vorgehensweise bei Wunden oder Hautveränderungen wie Hot Spot beim Hund.

Fazit:

Es gibt enorm viele verschiedene Naturheilverfahren und jede hat ihre Berechtigung. Homöopathie ist eine davon. Haben Sie schon mit Naturheilverfahren Erfahrungen gemacht? Wenn ja, welche? Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

 

 

 

 

 

 

Naturheilkunde Homöopathie

Klassische Homöopathie – glauben Sie zu wissen, was das ist ? – Serie Teil 1

Naturheilkunde„Ich gehe auch zum Hämopathen, der akupunktiert. Das hilft gegen meine Schulterschmerzen.“ Solche oder ähnliche Bemerkungen haben viele meiner Kollegen sicher schon oft gehört.

Seit ich begonnen habe, mich mit Homöopathie zu beschäftigen, sind mir die lustigsten Kommentare untergekommen. Oben genannten Satz sagte eine kleine grauhaarige Oma vor 16 Jahren zu mir. Wohl um mir eine Freude zu machen, als sie erfuhr, dass ich mit einer homöopathischen Ausbildung begann. Der „Hämopath“ kam sicherlich wie jene Oma aus Franken, andernorts heisst er Homöopath. 😉 . Ein andermal fällt der Kommentar: „Die Krankheit war so schlimm, da hätte Homöopathie nicht mehr ausgereicht, da musste ich starke Medizin nehmen“. Diese Sätze zeigen mir, dass noch gar nicht richtig verstanden wurde, was Homöopathie tatsächlich ist und was sie kann oder nicht kann. Da praktisch bei jedem Patient oder Tierbesitzer Fragen zur Homöopathie aufkommen, schreibe ich diese Serie.

Je länger ich über diese Serie nachdenke, desto mehr Themen fallen mir ein, die ich erläutern möchte.

Worüber ich zuerst schreiben werde, sind folgende Punkte:

Teil 1: Einführungsartikel: Klassische Homöopathie – glauben Sie zu wissen, was das ist?

Teil 2: Was Homöopathie nicht ist

Teil 3: Homöopathie und Homöopathie sind zweierlei

Teil 4: Hahnemann und die Klassische Homöopathie

Was Homöopathie nicht ist

 Klassische Homöopathie ist eine Heilmethode, die von Christian Friedrich Samuel Hahnemann entwickelt, praktiziert und gelehrt wurde. Jede weitere Heilmethode gehört nicht zur Klassischen Homöopathie. Beispiele sind Phytotherapie (Heilen mit Pflanzen), Blutegeltherapie, Akupunktur, Traditionelle Chinesische Medizin, Massage, Bachblüten, Gesprächstherapie und alle weiteren Therapieformen.

Homöopathie und Homöopathie sind zweierlei

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Methoden, Homöopathische Arzneien herzustellen und anzuwenden, verbreitet. Man unterscheidet unter anderem Komplexmittel und Einzelmittel Wenn Sie auf dem Schild Ihres ausgewählten Therapeuten „Homöopathie“ lesen, lohnt es sich vor allem nachzufragen, wie er genau arbeitet. Dies ist besonders bei chronischen, komplexen oder bei mehreren Krankheiten aus verschiedenen Gründen sehr empfehlenswert.

Hahnemann und die Klassische Homöopathie

Hahnemann hat exakt festgelegt, wie die Homöopathie anzuwenden sei. Seine Beobachtungen hat er unter anderem in der „Bibel der Homöopathie“, dem Organon, niedergeschrieben. Die Klassische Homöopathie zu erlernen erfordert jahrelange intensive Auseinandersetzung mit Hahnemanns Theorien. Klassische Homöopathie lernt man nicht nebenbei und auch nicht zusätzlich zu vielen anderen Therapiemethoden.

Wer darf wen homöopathisch behandeln?

Homöopathie wird bei Mensch, Tier und sogar bei Pflanzen eingesetzt. Pflanzen reagieren wunderbar auf Homöopathie. Seit ich das Buch Homöopathie für Pflanzen von Christiane Maute in Benutzung habe, konnte ich einiger meiner Pflanzen bei Läusebefall, Sonnenbrand etc. retten. Dass jeder Pflanzen behandeln darf, ist klar.

Die Homöopathische Behandlung von Tieren ist auch jedem erlaubt. Zu beachten ist hier das Arzneimittelgesetz bei „Nutztieren“.  Die berufliche Anwendung der Homöopathie oder eines anderen Naturheilverfahrens bei Tieren, geniesst leider kaum geregelte Voraussetzungen. Es ist praktisch jedem, auch ohne eine Schule besucht oder Prüfung abgelegt zu haben, erlaubt, Tiere zu behandeln.

Wie ist das im Humanbereich? Innerhalb der Familie dürfen Laien Homöopathika einsetzen. Ein sicherlich sehr bekanntes Beispiel ist die weit verbreitete Anwendung von Arnica, wenn sich ein Kind verletzt hat. Die Deutsche Gesetzgebung schreibt vor, dass es Ärzten und Heilpraktikern erlaubt ist, Menschen zu behandeln. Um Klassisch Homöopathisch behandeln zu können, muss sowohl der Arzt als auch der Heilpraktiker mehrere Jahre Zeit in das Erlernen dieser anspruchsvollen Therapieform investieren. Ob es eine Verpflichtung oder Überprüfung hierfür gibt, wird in dem dazugehörigen Beitrag erläutert.

Wenn Sie auch eine Frage zur Homöopathie haben, so lassen Sie es mich wissen.

 

 

 

 

 

Hund Willi auf der Messe Mein Hund

Messe „Mein Hund“ in Straubing – so war´s

Tierheilpraktikerausbildung, Messe Mein Hund Straubing

Die Messe „Mein Hund“ war Anziehungspunkt vieler Hundeliebhaber

In diesem Jahr fand in Straubing die MesseMein Hund“ statt. Die Besucher konnten sich über Hundephotografie, Hundeernährung, Dog Dance, Agility und allerlei Produkte rund um den Hund informieren.

Hunderettungsstaffel und verschiedene Tierschutzvereine waren ebenso bereit, ihre Arbeit vorzustellen. Unter den Tierschutzvereinen war z.B. der Verein Tierhilfe Hohe Tatra und der Verein Pflegepfoten.

Wir waren auch dabei und nach dem Wochenende voller Beratungen und Fragen beantworten fast so müde wie der Golden Retriever Willi und seine Freundin Lotte :-).

 

 

Rechtsseminar für die Tierheilpraxis für die korrekte Anwendung der Homöopathie
Rechtskundeseminar für die Tierheilpraxis

Rechtskundeseminar für die TierheilpraxisDas Rechtskundeseminar für die Tierheilpraxis wurde am 8.Februar 2014 im Rahmen der Tierheilpraktikerausbildung an der Tierheilpraktikerschule durchgeführt.

Frau Weidacher-Bauer vom Verband  „Ältester Verband der Tierheilpraktiker Deutschlands seit 1931 e.V.“ referierte erfrischend und absolut praxisnah zu diesem wichtigen Thema.

Die Kursteilnehmer wurden durch dieses Seminar optimal auf die mündliche Prüfung und auf die spätere Praxis vorbereitet.

Frau Weidacher-Bauer versteht es hervorragend, dieses an und für sich trockene Thema der Gesetzeskunde interessant, lebendig und äusserst kurzweilig darzulegen. Inhalte des Seminars waren unter anderem die Geschichte der Tierheilkunde, der Umgang mit Arzneien, meldepflichtige und anzeigepflichtige Infektionskrankheiten und das Tierschutzgesetz.

Anfangs berichtete die Referentin über die Entstehung der Tierheilkunde.

Die Tierheilkunde ist uralt. Die Alternativmedizin war die Medizin von Anfang an. Diese Erfahrungswerte wurden von Generation zu Generation weitergegeben.  Daher spricht man von der Alternativmedizin als Erfahrungsmedizin. Große Therapeuten und Lehrer waren z.B. Hippokrates, Paracelsus, Hildegard von Bingen, Kneipp, Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann und Dr. Bach.

Jahrtausende lang behandelten und heilten die Therapeuten mit ihrem Wissen. Je nach Kontinent und Region entstanden Phytotherapie, Homöopathie, Akupunktur usw.

Zwischen der Behandlung von Mensch und Tier liegen gesetzliche Unterschiede.

Wer Menschen behandeln will, ohne Arzt zu sein, muss die Heilpraktikerprüfung ablegen. Wer Tiere behandeln will, ohne Tierarzt zu sein, muss leider noch keine Prüfung ablegen.

Die Investition in eine Ausbildung, in Fortbildungen und das Ablegen einer Prüfung bei einem Tierheilpraktikerverband sind freiwillig.

 „Für die Bezeichnung Tierheilpraktiker bedarf es weder einer Ausbildung, noch einer behördlichen Zulassung.“

Es hat mich sehr gefreut, dass Frau Weidacher-Bauer bei uns war. In Sachen Gesetzeskunde sind die Kursteilnehmer fit für Prüfung und die eigene Tierheilpraxis.

Wie haben Teilnehmer das Seminar Gesetzeskunde für die Tierheilpraxis erlebt?

„Durch viele Seminare mit qualifizierten Dozenten hat man die Möglichkeit, sich spezielles Fachwissen zu verschiedenen Themengebieten anzueignen. In einem Beispiel hierzu möchten wir das Rechtskundeseminar mit Frau Weidacher- Bauer, vom „Ältester Verband der Tierheilpraktiker Deutschlands e.V.“  nennen, die uns umfangreiche Informationen von hoher Priorität vermittelt hat. Fundierte Grundlagen für jeden, der diesen Beruf ausüben will.“

Rebekka und Esther Blöchinger

Vetscreen Laborkurs für Tierheilpraktiker

Laborkurs für Tierheilpraktiker 2014

Laborkurs für Tierheilpraktiker

Ein Laborkurs für Tierheilpraktiker vermittelt Basiswissen für die Praxis

Laborkurs für Tierheilpraktiker:

Labordiagnostik stellt eine Möglichkeit dar, Befunderhebungen zu objektivieren und deren Relevanz einzuschätzen. In diesem zweitägigen Laborkurs Basisseminar zur Labordiagnostik wird Ihnen das nötige Wissen von der Probenentnahme über die Versendung bis hin zur Auswertung der Ergebnisse vermittelt.

Nach diesem Kurs sind die Teilnehmer in der Lage, grundlegende Laborparameter zuzuordnen und deren Bedeutung einzuschätzen. Eigene Laborbefunde können vorab bei VETSCREEN eingereicht oder mitgebracht werden.

Zusätzliche Informationen zu den Inhalten des Seminars:

Präanalytik

ist der Begriff, der sich mit allen Veränderungen vor der Analyse befasst. Welche Umstände der Blutentnahme und des Transports haben Einfluss auf eine Probe? Wie können Veränderungen vermieden werden? Wie werden abweichende Werte interpretiert? Im Laborkurs gibt es Antworten auf diese Fragen.

Rund ums Blut:

Dies ist der zweite Teil des Seminars. Parameter der roten und weissen Blutkörperchen werden vorgestellt. Das Beurteilen von Abweichungen wird trainiert. Anhand von Fallbeispielen wird erarbeitet, welche Erkrankungen zu welchen Abweichungen im Blutbild führen.

Gesundheitsscreen für Hund und Katze:

Was sagen mir die Parameter von Screening – Untersuchungen? Wie werden diese Parameter festgelegt? Neben grundlegenden Informationen zu Referenzbereichen, Einheiten, tierartlichen Unterschieden und den Parametern sind auch hier wieder Patienten dabei, die zum Mitinterpretieren einladen.

Gesundheitsscreen fürs Pferd:

Beim Pferd sind manche Parameter anders zu bewerten als bei Hund oder Katze. Es gibt tierartlich unterschiedliche Schwerpunkte in der Labordiagnostik.

Variabilität im Probenmaterial: im zweiten grossen Seminarblock geht es um die Untersuchung von Kot und Urin. Welche Tests werden für welchen Zweck benutzt? Wie baut man in der Praxis ein sinnvolles Diagnostikkonzept auf? Wie die Ergebnisse zu interpretieren sind und worauf man bei der Probenentnahme achtet, wird hier gelehrt.

Fazit:

Ein Tierheilpraktiker wird häufig und nicht nur bei austherapierten Tieren mit Laborergebnissen konfrontiert. Das Wissen um die Interpretation der Werte ist unerlässlich für eine gute Diagnostik und anschliessende Behandlung.

Das Seminar findet am 08./09. April statt. Ort: Heisinger Str. 1c, 93092 Sarching. Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr

Preis: 160,00 Euro

Anmeldung unter folgendem Link