Was gibt es zu feiern?

Heute ist für mich ein doppelter Feiertag. Privat verbrachte ich am heutigen Muttertag einen wertvollen Tag mit meiner Mama. Wie schön, dass es ihr mit 79 Jahren so gut geht. Das ist unbezahlbar.

Beruflich ist heute das 15 jährige Jubiläum meiner Heilpraktikerpraxis. Genau heute vor 15 Jahren unterzog ich mich der mündlichen amtsärztlichen Prüfung vor dem Gesundheitsamt und habe bestanden.

15 jähriges Jubiläum Heilpraktikerprüfung

Was war ich aufgeregt! Wie viel hatte ich gebüffelt. Auf so vieles verzichtet, immer zugunsten des Lernens entschieden. Irgendwann war mein Hirn auf Wissen pauken programmiert, so dass es irgendwann leicht ging, den Lernstoff aufzunehmen und abrufen zu können.

Und dann war es soweit, es kam der Tag der mündlichen Prüfung. Unser Lehrer Franz Keindl hatte uns eingeprägt: „Ihr müsst euch vorstellen, heute fahre ich dahin und hole mir meinen Schein ab.“ Und genau diese innere Überzeugung hatte ich schon in der Nacht vor und am Morgen der Prüfung. Doch wer mag schon Prüfungen?

Mit einer Erkältung vor drei Prüferinnen sitzend wurde ich von einer Prüferin nach einer Antwort auf Fragen zur Anatomie der Schulter erstmal angepflaumt. Doch ich war sicher, die richtige Antwort gegeben zu haben, denn wie es so sein sollte, hatte ich sogar noch am Vorabend der Prüfung die Anatomie der Schulter wiederholt. Die Amtsärztin ihrerseits bestätigte meine Antwort und wies die andere Prüferin zurecht. Puh, da war ich erleichtert.

Zu unserer großen Erleichterung erfuhren wir direkt, ob wir bestanden hatten oder nicht. So wurden wir nicht auf die Folter gespannt. Nachdem das Ergebnis verkündet wurde, war ich erstmal unbeschreiblich erleichtert. Mein Hirn fühlte sich zuerst völlig gelangweilt an, so dass ich kurzfristig die Idee hatte, gleich weiter zu lernen. Russisch vielleicht. Diese Idee hat sich aber nach zwei Tagen gelegt, wahrscheinlich war mein Hirn dann nicht mehr so ehrgeizig und konnte die Tage auch ohne so viel Pauken gut verbringen :-).

Die Prüfung und das Lernen zuvor hatte ich trotzdem als so stressig empfunden, dass ich mir schwor, dass dies die letzte Prüfung für mich gewesen sein muss. Dem hielt ich auch stand, bis acht Jahre später ein Sachkundenachweis für freiverkäufliche Arzneimittel fällig war. Aber das war dann eh ein Klacks gegen die Heilpraktikerprüfung.

Einige Fälle aus der Heilpraktikerpraxis

So ein Jubiläum ist ein schöner Anlass Resümee zu ziehen. Und so sind mir heute ein paar eindrückliche Fälle aus der Human-Heilpraktikerpraxis in den Sinn gekommen, die ich gerne teilen mag:

Fallbeispiel: Lungenentzündung Prognose noch vier Tage zu leben

Ein 76jähriger Mann lag mit Lungenentzündung im Krankenhaus. Zusätzlich litt er an Parkinson, einem resistenten Keim und musste 14 verschiedene Medikamente nehmen. Es war schwierig, ihn medikamentös einzustellen. Entweder bekam er psychische Ausfälle oder er wurde steif. Er konnte nicht mehr abhusten. Die Ärzte teilten den Angehörigen mit, sich zu verabschieden, er hätte nur noch ca. vier Tage zu leben. Einer seiner Söhne zog mich zu Rate. Nachdem ich mir neben den körperlichen Symptomen die Lebensgeschichte und das Wichtigste über die Psyche des Mannes erzählen liess, war für mich recht klar, welches Mittel ihm helfen könnte. Seine Gesundheit besserte sich schnell.

Fallbeispiel: Symptome einer Hirnhautentzündung nach Impfung bei einem Säugling

Ein Mädchen bekam nach einer Impfung Symptome einer Hirnhautentzündung. Sie schrie gellend, beugte den Kopf nach hinten und wollte nichts mehr trinken. Der Arzt hatte schon Globuli gegeben, die jedoch nicht viel Wirkung zeigten. Nachdem ich die genauen Symptome erfragt und die Mutter die homöopathische Arznei ihrer Tochter nach meiner Anweisung gegeben hatte, gingen die Symptome rasch zurück.

Fallbeispiel: Polypen bei einem Säugling – Operation erspart

Ein kleines Mädchen konnte nicht mehr gut schlafen, da sie wegen den Polypen nicht genug Luft bekam und Ohrenschmerzen hatte. Sie hatte schon Cortisonspray, Entzündungshemmer, Schmerzmittel und Antibiotika bekommen. Daraufhin hatte sie Hautausschlag bekommen.  Auffallend war, dass sie sich nicht berühren lassen wollte. Sie war von Haus aus kein Mädchen, das mit ihren Eltern schmusen wollte.

Das Mädchen wurde homöopathisch behandelt. Ich bat die Mutter, das Kind von der Kinderärztin in abgesprochenen Abständen untersuchen zu lassen. Zu klären waren die Fragen ob die Polypen schon kleiner geworden waren und ob eine Operation noch sein musste.

Die Kinderärztin war mit dem Ergebnis der homöopathischen Behandlung ebenso zufrieden wie die Eltern. Auch ich finde, es ist ein Geschenk, wenn den Kindern eine Operation wegen Polypen erspart bleibt.

Fallbeispiel: Borderline Selbstverletzendes Verhalten

Eine junge Frau litt unter psychischen Problemen. Inneren Druck konnte sie – kurzfristig- lindern, indem sie sich selbst verletzte. Nach einer ausführlichen Anamnese bot ich ihr an, dass sie mich im wahrsten Sinne des Wortes immer dann anrufen sollte, wenn sie meinte, sie könne den Druck nicht aushalten. Eine längere homöopathische Betreuung und viele Telefonate – zugegebenermassen auch zu mir sehr ungelegenen Zeiten – waren erforderlich, bis kein Leidensdruck mehr da war. Die junge Frau hat sich ab Beginn der Behandlung nicht mehr verletzt. Das zeigt, dass die Homöopathie auch bei psychischen Themen gute Dienste leisten kann.

Fazit

Ob ich die Human-Heilpraktikerprüfung wieder machen würde? Spontanes JA!

Als ich die Human-Heilpraktikerschule besuchte und die Prüfungen dazu machte, hatte ich die Tierhomöopathiepraxis bereits einige Jahre. Viele Tierbesitzer wollten nicht nur ihre Tiere, sondern auch sich selbst von mir behandeln lassen und Gesundheit hat mich immer interessiert. So lag es nahe, die Human-Heilpraktikerprüfung auch zu machen. Nach dieser Prüfung folgten jährliche Fortbildungen, unter anderem in Predictive Homöopathie seit 2012. Ich bin dankbar für die schönen Erfahrungen in den 15 Jahren Human-Heilpraktikerpraxis und freu mich auf die weiteren Menschen,  ob groß oder klein, die sich von mir begleiten lassen wollen.